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DSL Zugang – Unterschiede

25. Juli 2016

DSL Zugang / VDSL Zugang – Wir erklären Ihnen hier ein paar Details.

Seit einigen Jahren gibt es neben „DSL“ (ADSL), dass neuere „VDSL„.
Im Wesentlichen gibt es zwei Aspekte beim Betrachten der Unterschiede zwischen DSL und VDSL. Zum einen Faktoren, die für Sie als Nutzer von Interesse sind und zum anderen die technischen Unterschiede.

Der wichtigste Unterschied zwischen DSL und VDSL ist die Geschwindigkeit, mit der Daten über das Internet übertragen werden können. Ein normaler DSL-Anschluss leistet im Idealfall bis zu 16 Bit/s (16.0000 Kbit/s). Ein Internetzugang via VDSL bietet hingegen stattliche 50 – 100 MBit/s (100.000 KBit/s). Daten können mit VDSL nicht nur schneller empfangen, sondern auch zügiger gesendet werden, was bei Firmen oft relevant ist. Bis zu 10 MBit/s (DSL max. 1 Mbit/s) versprechen selbst für höchste Ansprüche genug Leistung. Die sogenannten Vectoring Anschlüsse, biten hier noch mehr Leistung! Hier können Daten statt mit 10 MBit sogar mit maximal 40 MBit gesendet werden, dass entspricht einem Faktor von 40 im Vergleich zu DSL mit einer Geschwindigkeit von 16.000 MBit/s.

Unterschied zwischen einem asymmetrischen und einem symmetrischen DSL Zugang?

Bei einem asymmetrischen DSL Zugang stehen im Upstream nur ca. 6-10% des Downstreams zur
Verfügung. Bei einem symmetrischen Zugang sind Down- und Upstream gleich. Beispiel
asymmetrische DSL-Anschlüsse: VDSL 50 = bis zu 50 MBit/s im Downstream und bis zu 5
MBit/s im Upstream DSL 16.000 = bis zu 16 MBit/s im Downstream und bis zu 1 MBit/ im
Upstream Beispiel symmetrische DSL-Anschlüsse: SHDSL 10M = bis zu 8 MBit/s im Down und
bis zu 8 MBit/s im Upstream SHDSL 5M = bis zu 4 MBit/s im Down und bis zu 4 MBit/s im
Upstream.
DSL Zugang
Normale Internetanschlüsse mit asymmetrischer Bandbreite werden bei allen Anbietern
und unabhängig von der eingesetzten Technologie – an einen Verteilpunkt angeschlossen,
mit dem auch die Leitungen anderer User verbunden sind. Dadurch kann es vorkommen,
dass Sie nicht immer die volle Leistung Ihrer Bandbreite ausnutzen können, wenn viele
Nutzer gleichzeitig das Netz benutzen. Zudem beträgt die Uploadgeschwindigkeit
normalerweise nur ca. 6-10% der Downloadgeschwindigkeit.
Bei einem Internetanschluss mit symmetrischer Bandbreite erhalten Sie eine eigene
Standleitung, die Sie mit niemandem teilen. Dadurch ist die Ihnen zugeteilte symmetrische
Bandbreite garantiert, und es kann in jedem Fall die volle Kapazität der Leitung
ausgenutzt werden. Zudem sind Up- und Downloadgeschwindigkeit gleich schnell.
Dieser Anschluss ist unverzichtbar, wenn Sie oft grosse Datenmengen transferieren und auf eine
gleichbleibende Leistung Ihres Internetanschlusses angewiesen sind. Die symmetrische
Bandbreite sorgt für maximale und gleich hohe Up- und Downloadgeschwindigkeiten.
Unterschied ADSL zu SDSL

Welche Bandbreiten benötigt man für VPN Zugänge?

Theoretisch reichen sehr niedrige Bandbreiten von 64-128 KBit/s, um z.B. per VPN und RDP (Remote Desktop Protocol) auf einem Terminalserver zu arbeiten. In der Praxis benötigen Firmen aber häufig symmetrische Anbindungen mit wesentlich mehr Bandbreite für mehrere gleichzeitige VPN Verbindungen. Aber auch für das Surfen, für FTP-Anwendungen und E-Mailverkehr (Exchange Server) werden hochperformante Internetanschlüsse benötigt. D.h. die tatsächlich erforderliche Bandbreite ist von den individuellen Anforderungen des Kunden abhängig.