Windows Redstone – das Update

Windows Redstone – Infos zum geplanten Windows-10-Update

Windows Redstoneist der Codename für den nächsten großen Windows 10 Versionssprung der im Juli stattfinden soll, passend zum einjährigen Geburtstag des Microsoft Betriebssystems. Aktuell ist gerade Windows 10 in der Version 1511 Build 10586 vom letzten November, dem ersten großen Update.
Am augenfälligsten ber der kommenden Anniversay-Edition ist das geänderte Startmenü bzw. der Startscreen für den Tablet-Modus. Das Menü zeigt jetzt links neben den Kacheln die Liste mit allen installierten Apps und Programmen permanent an. Der Startscreen, der jetzt auch für den Desktop-Modus als Standard gesetzt werden kann, hat nun zwei Schaltflächen für den Wechsel zwischen Tiles und allen Applikationen. Das Info-Center ist besser gegliedert und übersichtlicher gestaltet. Die Schaltflächen für den Schnellzugriff können über ihrem Einstellungsdialog via Drag-and-Drop umsortiert werden. Weiter zeigen die Taskleisten-Icons von Apps die so genannten Badges an, etwa die Zahl der ungelesenen Emails bei der Outlook-App. 

Die Stiftunterstützung war bei Microsoft Convertibles immer schon sehr gut. Nur an der generischen Unterstützung in Programmen hat es oft gefehlt. Neue Stift-Steuerungselemente für Entwickler sollen da nun Abhilfe schaffen. Endanwender mit 2-in-1 Geräten oder Tablets mit Stift können sich über den Windows Ink Workspace freuen. Er dient zum Aufrufen von drei neuen Apps mit Stift-Bedienung. Enthalten ist eine kleine Post.it-Anwendung, ein Skizzenblock und ein Screenshot-Tool mit Zeichenfunktion.

Cortana kann auf Wunsch auch vom Lockscreen aus aufgerufen werden und nun auch ohne aktivierte Ortung arbeiten. Benachrichtigungen von Smartphones wird es nicht nur für Windows-10-Mobile-Geräte geben, sondern via App auch für Android. Cortana selbst wird allerdings fest mit Bing und Edge verdrahtet.

Lautstärkeregelung in der Taskleiste lassen sich nun die angeschlossenen Audio Ausgabegeräte auswählen. So schallt die Musik mit einem Klick auf die Kopfhörer nicht mehr aus den Lautsprechern und umgekehrt.

Für Entwickler ist das Linux-Subsystem in Windows Redstone. Microsoft hat keineswegs einen Linux-Kernel eingebaut, sondern nur Teile des Ubuntu-Userlands integriert. Dies soll die Ausführung der Bash-shell und Linux-Commandline-Tools ermöglichen.Systemaufrufe werden dabei automatisch übersetzt, sodass sie durch den NT-Kernel ausgeführt werden können.

Windows Redstone: Update-Vorgang
Für Windows 10 hat Microsoft bereits den Begriff “Windows as a Service” angekündigt. Damit sollen neue Funktionen des Betriebssystems alle paar Monate über das Windows Update nachgeliefert werden. Nutzer würden davon im optimalen Fall gar nichts mitbekommen und die neu integrierten Funktionen weiter nutzen. Eine ähnliche Update-Strategie wird Microsoft wohl auch bei Redstone umsetzen: Windows Redstone wäre demnach nicht “Windows 11″, sondern eher “Windows 10.1″ – also ein Update, das neue Funktionen bereitstellt. Unter Umständen wird Microsoft dann auch lediglich den Support für “Windows 10 Redstone” beziehungsweise “Windows 10.1″ fortführen und ihn für “Windows 10″ einstellen, so wie es der Konzern bereits bei “Windows 8.1 Update” gemacht hat.